Die Plaketten-Verordnung
 

<Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge>

 Das Befahren von besonders abgasbelasteter Zonen soll in Zukunft Pkws und Lkws mit schlechteren Abgas-Standards verwehrt werden. Die Vorgaben der EU müssen umgesetzt werden. Was auf den Autofahrer an neuen Regelungen zukommt, hinsichtlich der durchaus kritisch zu sehenden Feinstaub-Belastung, haben wir hier zusammengestellt.  

Zonen: 

Die neu geschaffenen Umweltzonen-Schilder (siehe Bilder) weisen auf Sperrbereiche hin, in welche nur Fahrzeuge mit passenden Plaketten einfahren dürfen. Diese Schilder werden entsprechend gemessener Luftschadstoff-Belastung für einen konkret abgegrenzten Raum aufgestellt. Die örtlichen Behörden entscheiden, welche Schadstoffgruppen, bzw. Plakettenfarben ausgesperrt bleiben auf der Grundlage noch zu erstellender Luftreinhaltungs- und Aktionspläne.

                   

Plaketten der vier Schadstoffgruppen: 

Das Befahren der oben genannten Zonen ist nur dann erlaubt, wenn die richtige Plakette am Fahrzeug angebracht ist. Je nach Abgas-Standard des Fahrzeugs wird eine PM- Stufe (Partikelminderungsstufe) in den Fahrzeugpapieren eingetragen. Zur leichteren Unterscheidung und Kontrolle durch die Behörden sind die Plaketten farblich unterschiedlich und mit dem amtlichen Kennzeichen versehen. Für die (schlechteste) Schadstoffgruppe 1 wird keine Plakette ausgegeben. Die grüne Plakette bekommen besonders saubere Diesel und Pkw / Ottomotor und geregeltem Katalysator und den Emissionsschlüsselnummern: 01, 02, 14, 16, 18 bis 70, 71 bis 75, 77 zugewiesen.

Die Zuordnung zu den Schadstoffgruppen erfolgt entsprechend den Kriterien der Schadstoffschlüsselnummern und weiterer hier genannter Kriterien:

Schadstoffgruppe 1Schadstoffgruppe 2Schadstoffgruppe 3Schadstoffgruppe 4
Keine Plakette

·  Pkw mit Ottomotor ohne geregeltem Katalysator   

·  Diesel-Pkw nach Euro 1 oder schlechter

·  Lkw nach Euro 1 oder schlechter

·  Diesel- Pkw nach Euro 2

·  Lkw nach Euro 1

·  Diesel- Pkw nach Euro 3

·   Lkw nach Euro III

·  Diesel-Pkw mit Nachrüstung entsprechend PM1

·   Pkw mit Ottomotor und geregeltem Katalysator mit der Schlüsselnummer

  01, 02, 14, 16, 18 bis 70

  71 bis 75, 77

·   Diesel Pkw nach Euro 4

·   Lkw nach Euro IV, V und EEV

·  Diesel Pkw mit Nachrüstung entsprechend PM1, PM2, PM3 und PM4

· Diesel Pkw mit Partikel-emissionen unter 5mg/km entsprechend PM5 (serienmäßig ab Werk mit Rußfilter

·  Kfz ohne Verbrennungs-motor (Elektromotor)

 

Die Partikelminderungsstufen: 

Stufe PM1 ist für die Nachrüstung von Euro-1- und Euro-2-Diesel-Pkw vorgesehen - derzeit ist hierzu aber noch nichts lieferbar. Diese Fahrzeuge halten nach gel­tendem Recht lediglich einen Grenzwert für die Partikelmasse von 0,18 g/km bzw. 0,08 g/km ein. Durch Nachrüstung eines Rußfilters muss der für Euro-3-Diesel-Pkw geltende Grenzwert von 0,05 g/km erreicht werden, wenn man eine steuerliche Förderung erlangen will. 

Stufe PM2 ist für die Nachrüstung von Euro-3-Diesel-Pkw vorgesehen. Hier gilt ein Grenzwert von 0,05 g/km. Bei Nachrüstung eines Rußfilters muss für eine steuerliche Förderung der für Euro-4-Diesel-Pkw geltende Grenzwert von 0,025 g/km erreicht werden.

Stufe PM3 ist auf die Nachrüstung von ab Werk nicht vorbereiteten Euro-4-Diesel-Pkw abgestellt. Sie halten nach geltendem Recht lediglich einen Grenz­wert von 0,025 g/km ein. Bei Nach­rüstung eines Rußfilters muss der halbierte Euro-4-Grenzwert von 0,0125 g/km erreicht werden, will man in den Genuss der Steuerförderung kommen.

Stufe PM4 greift auf den von der Europäischen Kommission für die steuerliche Förderung von Neu­fahrzeugen vorgegebenen PM-Grenzwert von 0,005 g/km zurück. Diese Stufe wurde für die Nachrüs­tung von im Verkehr befindlichen Euro-4-Diesel-Pkw geschaffen, die bereits ab Werk entsprechend vorgerüstet sind, aber wegen fehlender Produktionskapa­zitäten nicht bereits mit so genannten „geregelten Rußfiltern“ ausgerüstet werden konnten, die eine Minderungsrate von mehr als 90 Prozent errei­chen.

Stufe PM5 gilt für Euro-3- und Euro-4-Diesel-Pkw, die ab dem Tage, an dem sie erstmals für den Ver­kehr zugelassen wurden/werden, anstelle eines PM-Grenz­wertes von 0,050 bzw. 0,025 g/km den von der Europäische Kommission für eine steuerliche Förde­rung von Neufahrzeugen vorge­gebe­nen PM-Grenzwert von 0,005 g/km einhalten.

Stufe PMK 01 und PMK 0: für Diesel Lkw Mit Euro I-Abgasnorm. Durch die Nachrüstung eines Partikelfilters müssen die Fahrzeuge den für Euro II-Diesel-Lkw geltenden Partikelmasse-grenzwert einhalten. Einige Fahrzeuge mit PMK 01 erreichen auch den Partikelmasse-Grenzwert der Euro III_Abgasnorm für Diesel Lkw.

Stufe PMK 1: für Diesel-Lkw mit Euro I- und Euro II-Abgasnorm. Durch die Nachrüstung eines Partikelfilters müssen die Fahrzeuge den für Euro III-Diesel-Lkw geltenden Partikelmasse-Grenzwert einhalten.

Stufe PMK 2: für Diesel-Lkw mit Euro I-, Euro II- und Euro III-Abgasnorm. Durch Nachrüstung eines Partikelfilters müssen die Fahrzeuge den für Euro IV-Diesel-Lkw geltenden Partikelmasse-Grenzwert einhalten.

Stufe PMK 3 und PMK 4: für die Nachrüstung leichter Lkw. Die Emissionskriterien entsprechen den Partikelminderungsstufen PM 3 bzw. PM 4 für Pkw.

Welche Plakette bekommt mein Fahrzeug: 

Eine Zuordnung wird aufgrund der in den Fahrzeugpapieren eingetragenen Schadstoff-Schlüsselnummer erfolgen. Eine entsprechende Auflistung finden Sie unter der Rubrik <Fahrverbote>. Die Plaketten werden an der Windschutzscheibe angebracht. Ausgabestellen für die Plaketten sind die Zulassungsbehörden oder die nach Landesrecht sonst zuständigen Stellen sowie die nach § 47a Abs. 2 der Straßenverkehrs- Zulassungsordnung für die Durchführung von Abgasuntersuchungen anerkannten Stellen.  

Zeitpunkt der Einführung: 

Die Verordnung ist in Kraft.

 Ausnahmen: 

Von den Verkehrsverboten ausgenommen, auch wenn sie nicht mit einer Plakette gekennzeichnet wurden, sind zwei- oder dreirädrige Kraftfahrzeuge, mobile Maschinen und Geräte, land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen sowie Arbeitsmaschinen. Dies gilt auch für Fahrzeuge zur medizinischen Betreuung, den Transport von Behinderten bzw. für Behinderte am Steuer (Eintrag "aG", "H" oder "Bl" im Schwerbehindertenausweis), sowie für Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Militär. Die Richtlinie sieht weiter vor, dass in "unaufschiebbaren Fällen" durch die Behörden oder die Polizei vor Ort Fahrzeuge vom Fahrverbot ausgenommen werden können, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt, insbesondere zur Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen, oder wenn "überwiegende und unaufschiebbare Interessen Einzelner dies erfordern", insbesondere zur Aufrechterhaltung von Fertigungs- und Produktionsprozessen. 

Rußfilter- Nachrüstung gegen Fahrverbote: 

Wie die oben aufgeführte Darstellung zeigt: Problematisch wird es für alle Benziner ohne geregeltem Katalysator, oder  für alle Diesel mit der Euro 1 und schlechter. Einziger Ausweg: Nachrüsten!  

Benziner: Fahrzeuge ohne oder mit ungeregeltem Kat bekommen keine Plakette. Fahrzeuge mit der Euro 1 können, wenn die Möglichkeit zur Aufrüstung in die Euro 2 besteht, durch die Umrüstung die grüne Plakette bekommen. Diese Möglichkeit gibt es für sehr viele Fahrzeug- Hersteller und Modelle. 

Diesel: Der Diesel braucht, um wenigstens an die rote Plakette zu kommen, Euro 2. Dies ist bei vielen Modellen mit einem Nachrüst- Kat möglich. Bei Fahrzeugen, die bereits mit einem Oxi-Kat ausgestattet sind, bietet sich der Aufrüst-Kat an.Für Fahrzeuge über 2800 kg zul. GG, die wegen dem Entfall der Gewichtsbesteuerung ohnehin stark „gebeutelt“ werden gibt es bereits für vereinzelte Modelle ganz aktuell Nachrüstsätze auf Euro 2 und Euro 3. Die optimale grüne Plakette schaffen, mittels Rußfilter- Nachrüstung, derzeit nur Fahrzeuge, die bereits ab Werk Euro 2, Euro 3 oder Euro 4 erfüllen. 

Gerne prüfen wir, ob für Ihr Fahrzeug eine Möglichkeit besteht, eine bessere Steuer- und/oder Euro Norm zu erreichen.Schauen Sie bitte unter „lieferbare“ oder „geplante“ Rußfilter, ob für Ihr Fahrzeug bereits eine Möglichkeit geschaffen wurde.Lassen Sie sich ggf. hier ein Angebot erstellen.

Kontaktieren Sie uns: per Mail info@russfilter.info oder telefonisch 0461-940 35 10. Wir helfen gern weiter.